Bericht zu Projekt:
Rund 70 Bewohner kamen in den großen Saal – andere hörten vom Bett aus über Lautsprecher zu.
Zwischen Rollstühlen, sorgfältig frisierten Damen und einem weißen Flügel begann ein besonderer Nachmittag. Sefora eröffnete das Konzert mit dem bekannten Lied „Amazing Grace“ und erfüllte den Raum mit ihrer warmen Stimme. Sie suchte Nähe, sprach mit den Bewohnern und passte sich behutsam an. Manche sangen leise mit, andere hörten still zu.
Besonders berührend war, wie ihre Worte über Gebet, Vertrauen und Lebensstürme aufgenommen wurden. Bewohner wie Herr Ludwig reagierten sichtbar – ein Nicken, ein offener Blick, ein geflüstertes „Das stimmt“. Beim „Vaterunser“ und Psalm 23 sprachen viele die bekannten Worte mit.
Nach einer Stunde war Einrichtungsleiterin Ana Schmidt überwältigt: „Es ging wirklich ans Herz.“ Bewohner hätten ihre Hand gedrückt – ein stilles Zeichen tiefer Berührung.
Nach dem Konzert nahm sich Sefora Nelson Zeit für persönliche Begegnungen, hörte zu, legte eine Hand auf die Schulter. Sie betonte, wie wichtig ihr solche Orte sind: nicht Unterhaltung, sondern echte Begegnung auf Augenhöhe.
Herr Ludwig brachte es beim Hinausgehen auf den Punkt: „In dem Alter ist man froh, wenn man sowas hören darf.“ Er würde sich freuen, Sefora Nelson noch einmal zu erleben.
Einen ausführlichen Bericht über das Konzert von idea-Redakteurin Erika Weiss finden Sie auf idea.de unter folgendem Link https://www.idea.de/artikel/ermutigung-fuer-menschen-am-rande
| Außerdem gibt es einen Beitrag über das Konzert im ERF-Radio-Programm unter dem Titel "Herzensmomente in verletzlichen Lebensphasen. Ein Live-Konzert zur Ermutigung mit Sefora Nelson"
Sie können sich den Beitrag gerne in der Audiothek herunterladen und anhören: Sefora Nelson: Live-Konzerte zur Ermutigung - erf.de Urheber © ERF Medien e. V. |
Von einer Bekannten erfuhr ich, dass Sefora Nelson mit Unterstützung der Stiftung Christliche Medien Konzerte in Pflegeheimen und Gefängnissen gibt. Sofort kam mir der Gedanke: Warum nicht auch bei uns im Altenheim, in dem ich arbeite?
Als ich die Idee meiner Vorgesetzten vorstellte, merkte ich schnell, dass noch einiges an Überzeugungsarbeit nötig sein würde. Doch ich wusste: Sefora singt auf Deutsch, bringt das Evangelium warm und persönlich auf den Punkt – und erreicht damit besonders auch ältere Menschen. Ich war sicher: Der Aufwand würde sich lohnen. Und genauso ist es gekommen.
Das Konzert war einfach wunderbar.
Sefora trat ganz natürlich auf – ohne viel Schminke, am Stagepiano, zwischendurch auch mit der Ukulele. Sie sang nicht nur für die Bewohner, sondern mit ihnen: Ein Kinderlied mit Bewegungen brachte zunächst verhaltene, später deutlich mutigere Mitmachgesten hervor. Der Raum füllte sich nach und nach mit echter Freude.
Ein Bewohner, den ich sehr schätze, musste krankheitsbedingt im Bett bleiben. Dank der Übertragung in jedes Zimmer konnte er dennoch teilnehmen. Sein Kommentar danach:
„Jeder Ton von Sefora war perfekt, ihr Auftritt außergewöhnlich – aber unsere Leute klatschen ja gar nicht! Sitzen da nur zwanzig Leute im Saal?!“
Tatsächlich waren es rund 70 Bewohnerinnen und Bewohner. Und die anfängliche Zurückhaltung verwandelte sich am Ende in begeisterten Applaus – sogar unsere Heimleiterin klatschte herzlich mit.
Es war eine Stunde voller Trost, Wärme, Musik und spürbarer Hoffnung. Und die Mühe im Vorfeld? Die hatte sich mehr als gelohnt.
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