Bericht zu Projekt:
Manche Begegnungen lassen einen nicht mehr los. So ging es dem Singer-Songwriter Andi Weiss nach einem seiner „Konzerte für Herzen in Not“, das dank der Unterstützung der Stiftung Christliche Medien stattfinden konnte.
Vor einigen Wochen war Andi Weiss in einem Hospiz in Bielefeld zu Gast. Nach dem Konzert blieb er noch bei Herrn Vinke sitzen, einem schwerkranken Mann im Rollstuhl. Das Gespräch begann mit einem Satz, den Andi wohl nie vergessen wird:
„Ich hoffe, ich habe Sie mit meinen Tränen nicht irritiert …“
Während des Konzerts liefen Herrn Vinke immer wieder Tränen über das Gesicht – und gleichzeitig strahlten seine Augen. Er erzählte, wie sehr ihn die Lieder und Geschichten bewegt und glücklich gemacht hatten. Er sprach von seinem Leben, von seiner großen Freude über seinen Sohn. Und davon, wie er sich gerade auf seine letzte Reise vorbereitet.
Andi spürte in diesem Moment eine besondere Nähe – als würde man einen Menschen schon sehr lange kennen.
Ein paar Tage später rief Herr Vinke an. Er erzählte von einem Lied, das er vor vielen Jahren für seine Enkelin geschrieben hatte. Sein großer Wunsch: Andi möge es vertonen. Mitten in den Aufnahmen zu seinem neuen Album zog Andi dieses Lied nach vorne, um ihm diesen Wunsch zu erfüllen – ohne zu ahnen, wie sehr die Zeit drängte.
Ein Chor aus Nigeria sang gerade einige Titel für das Album ein – und plötzlich sangen diese Stimmen auch für Herrn Vinke. Einige Tage später konnte er das fertige Lied noch hören. Seine Worte an Andi:
„Ich habe keine Worte … Ich bin überwältigt von Ihrem wunderbaren Ergebnis! Es übertrifft alles, was ich mir jemals vorstellen konnte. Ich weine vor Freude.“
Wenige Tage später ist Herr Vinke gestorben. Zuvor hat er uns erlaubt, seine Geschicht und sein Lied zu veröffentlichen.
Und so bleibt etwas: sein Lied. Sein Strahlen. Seine Tränen – nicht nur aus Schmerz, sondern auch aus Freude und Hoffnung. Und die Erinnerung daran, dass selbst an den Grenzen des Lebens noch etwas Neues entstehen kann. Dass Liebe weitergegeben werden kann. Dass Gottes Nähe spürbar bleibt.
Wenn Sie möchten, können Sie das entstandene Lied von Herrn Vinke hier auch als Video ansehen.
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